chile

Am schönsten Ort der ganzen Welt

Am Montag ging es morgens um halb drei los nach Santiago um dort auf die anderen 39 Austauschschüler zu treffen und mit ihnen an Flughafen zu fahren – und ab ging es in Richtung Süden. In Punta Arenas angekommen war meine erste Reaktion erstmal „WOW!!“, es sah so deutsch und grün und nicht großstadtmäßig vollgebaut aus. Vom Flughafen ging es als Erstes zum Hotel, welches ziemlich schick war, mit beheiztem Pool, Sauna und Fitnessstudio. Nachdem wir etwas Zeit hatten um uns auszuruhen, brachen wir auf in Richtung Stadtmitte. Dort gibt es einen Platz mit einer Statue und es heißt, dass wenn man den großen Zeh dieser Statue küsst, wird man nach Punta Arenas zurückkehren. Auf der anderen Seite heißt es allerdings auch, dass die Bewohner der Stadt aus diesem Grund den großen Zeh der Statue anpinkeln… deswegen habe ich das lieber gelassen. Nachdem Mittagessen sind wir zu einem Friedhof in Punta Arenas gefahren, der einer der schönsten Friedhöfe der Welt sein soll.
IMG_0226
Hier sind Johanna, Terence und ich zu sehen, wird sind die drei, die aus unserem Rotaryclub in San Bernardo mitgefahren sind.
IMG_0228
Am nächsten Tag durften wir am Morgen Fahrradfahren, was nach zwei Monaten wirklich toll war. Allerdings waren die Reifen meines Fahrrades ziemlich schlecht aufgepumpt, was ich als Tochter meines Vaters gar nicht leiden kann, was die Sache etwas nervig gemacht hat, aber es hat total Spaß gemacht. Am Nachmittag sind wir zum Fort Bulnes gefahren, dort haben die ersten Menschen, die in Patagonien ankamen, gelebt. Einige Forscher haben auf diesem Hügel die Häuser und Hütten wieder so aufgebaut, wie sie von den Menschen damals errichtet wurden. Das war der südlichste Punkt der Welt, an dem ich jemals war, das war ein echt tolles Gefühl, so weit von zu Hause weg. Als wir am Abend zum Hotel kamen, waren wir alle ziemlich müde, weil wir den ganzen Tag lang megaviel gelaufen waren.
Am Mittwochmorgen ging es ganz früh raus in Richtung Norden, in den Nationalpark Torres del Paine. Nach drei Stunden Fahrt kamen wir in Puerto Natales an, der letzten Stadt und somit der letzten Möglichkeit, essen zu kaufen, bevor es dann in den Nationalpark ging, denn im Nationalpark gibt es natürlich nichts Derartiges wie einen Supermarkt. Nachdem wir in Puerto Natales Mittag gegessen hatten, ging es als erstes zu einer riesigen Höhle.
IMG_0229
Danach ging es in den Park und zu unserem Hotel. Auf dem ziemlich langen Weg zum Hotel haben wir das erste Mal Alpakas und Kondore gesehen. Als wir bei unserem Hotel ankamen, konnten wir erstmal gar nicht glauben, dass es das sein sollte. Denn dieser Platz des Hotels am See mit Blick auf die Hörner des Paine und den großen Paine war einfach perfekt. Zudem schimmerte das Wasser des Sees durch die Mineralien türkisblau. Da es schon Abend war, hatten wir etwas Freizeit, bevor es zum Abendessen ging. Ich beschloss, einfach mal ein wenig Zeit für mich zu verbringen und ging ein Stück am See entlang und diese absolute Ruhe und frische, kühle Luft war so unglaublich toll und befreiend.
IMG_0217

Auch am Donnerstag ging es relativ früh raus, doch diesmal zu Fuß. Und das war ziemlich anstrengend, denn das Wetter in Patagonien ist total verrückt. Vom einen auf den anderen Moment zieht alles zu und es beginnt zu schneien und schon 20 Minuten später scheint wieder die Sonne. Also sind wir gewandert… viel gewandert, aber es hat sich gelohnt, denn die Landschaft, die wir da gesehen haben, findet man nirgends anders auf der Welt. Und ich habe ein Alpaka ganz aus der Nähe gesehen.
IMG_0233
Als wir dann die Hälfte des Weges geschafft hatten (denn wir mussten das Ganze auch noch zurücklaufen), gab es wieder einen Augenschmaus als Landschaft. Das, was man auf diesem Bild erkennt, muss man sich noch mindestens tausendmal so schön vorstellen um die Wahrheit zu sehen.
IMG_0227
Und natürlich wird auch am anderen Ende der Welt die Heimat und der FCH nicht vergessen.
IMG_0230
Was man allerdings auch sehen konnte, war, dass es sehr viele verbrannte Bäume gibt, denn vor vier Jahren ist einem Wanderer ein Wasserkocher, der mit Feuer betrieben wurde, umgekippt, als er einen Moment unaufmerksam war. Dieses zunächst kleine Feuerchen hat sich ausgebreitet und hat einen großen Teil des Parks zerstört.
IMG_0232
Auf dem Rückweg sind wir an einem Wasserfall vorbei gekommen.
IMG_0231
Auf halbem Weg des Rückwegs hat es angefangen zu schneien, als wir in einem kleinen Café saßen, weswegen wir glücklicherweise unseren Busfahrer angerufen haben, der uns dann abholen gekommen ist. Aber naja, was heißt angerufen, im Nationalpark gibt es keinen Empfang, weswegen die Frau im Café per Radio unser Hotel erreichen musste. Ich dachte ja, so etwas gibt‘s nur in Filmen…
Aber natürlich war es mit vier bis fünf Stunden nicht getan. Unser Bus hat uns zu einem anderen Ort im Park gefahren, etwa 30 Minuten Fußweg von unserem Hotel entfernt. Und nein, man hätte nicht mal auf gerader Fläche laufen können, es ging mal wieder hoch, und diese Treppen hätten mich nach den vorherigen Stunden fast umgebracht.
IMG_0234
Aber oben angekommen hatte man natürlich mal wieder einen fantastischen Ausblick.
IMG_0235
Den Rückweg mussten wir leider laufen, im Hotel angekommen war ich so froh, als ich mich endlich hinsetzen konnte. Und wie es der Zufall will, haben wir ein deutsches Ehepaar im Hotel getroffen. Die beiden aus Stuttgart kommenden Rentner haben uns erzählt, dass sie auf dem Weg durch Argentinien und Chile nach Peru sind und von dort aus mit einem Zwischenstopp auf der Osterinsel Neuseeland erreichen wollen. Es war so herrlich, auf Leute zu treffen, die wie ich „schwätzen“.
Um 5.30 Uhr mussten wir am Freitag aus unseren Betten um zum Gletscher „Grey“ zu fahren. Dort haben wir eine Tour mit einem Boot gemacht. Doch zuerst mussten wir eine gefühlte Ewigkeit auf dieses Boot warten.
IMG_0225
Auf dem Boot war es dann aber wieder unglaublich schön, wenn auch kalt. Ich hatte davor diesen Gletscher schon oft auf Bilder gesehen, aber in echt war das einfach überwältigend.
IMG_0238
IMG_0222
IMG_0223
Nach dieser dreistündigen Bootstour sind wir an Land angekommen und waren (wie immer) wandern. Aber schaut es euch einfach an wie es da aussah:

IMG_0219
IMG_0220
Und das sind alle Austauschschüler, die dabei waren:
IMG_0221
Nachdem wir an diesem Aussichtspunkt waren, wo das Bild von uns Austauschschülern entstanden ist, bin ich auf dem Rueckweg auf eine Art von Natur gestoßen, mit der ich nicht gerechnet hätte.
IMG_0218
Als wir dann am Abend zum Hotel kamen, hatten wir noch Freizeit, in welcher manche dieser verrückten Austauschschüler im See baden waren. Und der See wirkt vielleicht nicht so kalt auf Bildern, aber er war dermaßen kalt. Am nächsten Morgen ging es leider wieder zurück Richtung Süden und somit nach Punta Arenas. Eigentlich wollten wir auf dem Weg noch Pinguine anschauen, aber daraus wurde leider nichts, weil es auf der ganzen Fläche nur noch fünf Pinguine gibt, da vor zwei Jahren Hunde in den Teil des Parkes einbrachen und viele der Pinguine töteten und ein anderer Teil der Pinguine ist deswegen an andere Orte geflohen. Zudem wehte ein ziemlich starker Wind, auf Grund dessen die Pinguine in ihren Höhlen waren. Und das war es dann auch schon von unserer wunderschönen Reise an den schönsten Ort der ganzen Welt.
IMG_0216
Auf dieser Reise habe ich die allerschönsten Landschaften gesehen, die ich je gesehen habe. Und ich kann mir, wenn ich ehrlich bin, keine schöneren Orte vorstellen. Es war so beeindruckend, wie wunderschön es dort war. Wenn ich ehrlich bin, fehlen mir dafür die Worte. Ich denke, das muss man ganz einfach mit eigenen Augen gesehen haben.

Bis bald meine Lieben. Besos Fiana

Advertisements
Verschlagwortet mit

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s